Mittwoch, den 12.06.2013 um 20:00 Uhr |
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Hellmut Böttiger: Ingeborg Bachmann
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Leben in Bildern" heißt eine neue Reihe des Deutschen Kunstverlags, in der neben
Ingeborg Bachmann Bände über Alfred Döblin, Gottfried Benn und Robert Musil erschienen sind. Wir freuen uns, diese Reihe zusammen mit dem Verlag und dem Autor Helmut Böttiger (Preis der Leipziger Buchmesse 2013 für "Die Gruppe 47") mit einer Lesung vorzustellen. Die Schauspielerin Anja Schiffel wird dabei Texte von Ingeborg Bachmann vortragen. |
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Mai 2013 |
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Rainer Merkel
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Über den Roman Eigentlich sollte Benjamin von seinem Vater abgeholt werden. Aber stattdessen steht der Dreizehnjährige mitten in der Nacht allein am Flughafen von Monrovia. Ohne Pass und Gepäck, aber mit einem fremden Mantel, in dessen Taschen dicke Geldbündel stecken. Auf dem Weg in die Stadt wird er von zwielichtigen Gestalten verfolgt und steht plötzlich vor dem gleichaltrigen Bo und der wohlstandsverwöhnten Brilliant. Haben sie ihn schon erwartet? Rainer Merkel, dessen letzter Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, erzählt uns mit waghalsiger Leichtigkeit eine Reise durch die afrikanische Welt und das Erwachsenwerden, eine rasante Road-Novel in unsere unbekannte Gegenwart. Auf der Suche nach seinem Vater lernt Benjamin, wie man über sich hinaus wächst, und erlebt ein mitreißendes Abenteuer fürs Leben. Rainer Merkel Rainer Merkel, 1964 in Köln geboren, hat Psychologie und Kunstgeschichte studiert und lebt in Berlin. Von 2008 bis 2009 arbeitete er für Cap Anamur im einzigen psychiatrischen Krankenhaus Liberias. Es erschienen die Romane ›Das Jahr der Wunder‹, für den er den Preis der Jürgen- Ponto-Stiftung erhielt, ›Das Gefühl am Morgen‹, ›Lichtjahre entfernt‹, der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, die Reportage ›Das Unglück der anderen. Kosovo, Liberia, Afghanistan‹ und zuletzt der Roman ›Bo‹. (Verlagstexte) |
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April 2013 |
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März 2013 |
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Andrea Hirata
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Es lesen: Andrea Hirata und die deutsche Übersetzung Elisabeth Ruge,
Verlegerin Hanser Berlin Verlag Wenn der Morgen auf Belitung, Indonesien, graut, kann nichts sie aufhalten. Die Schüler der „Regenbogentruppe“ – Söhne und Töchter von Fischern und Minenarbeitern – wollen nicht eine einzige Unterrichtsstunde verpassen, denn für sie ist die Schule die einzige Möglichkeit, der Armut zu entkommen. Da ist zum Beispiel Lintang, das mathematische Genie, oder Mahar, der Künstler und angehende Schamane. Und Ikal, der seinen Weg macht: von der Armenschule über das Studium in Paris und London zum gefeierten Schriftsteller. Wie Khaled Hosseini in „Drachenläufer“ verarbeitet Andrea Hirata zugleich seine eigene bewegende Geschichte und eröffnet uns dabei tiefe Einsichten in ein zerrissenes Land. (Verlagstext) Andrea Hirata Andrea Hirata wurde auf der Insel Belitung, Indonesien, geboren, wo er auch heute lebt. Er absolvierte ein Wirtschaftsstudium an der University of Indonesia und setzte seine Ausbildung mit einem Stipendium in Paris und Sheffield fort. Mit Die Regenbogentruppe wurde er zum meistgelesenen Schriftsteller Indonesiens. Der Roman wurde 2008 in Indonesien verfilmt und in 25 Sprachen übersetzt. Eintritt 5 € |
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Februar 2013 |
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Grit Poppe
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1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von "Weggesperrt", zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" umerzogen werden. Hilflos ist sie den Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht fast an dieser Erfahrung. Als sie in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Gemeinsam schaffen sie es über die grüne Grenze bis in die Prager Botschaft. Die Geschichte basiert auf Zeitzeugen-Interviews sowie historischen Tatsachen. Für den ersten Band "Weggesperrt" wurde die Autorin mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010 ausgezeichnet. "Eine Geschichte, die unter die Haut geht und gelesen werden sollte, von Jugendlichen und Erwachsenen." DIE ZEIT über "Weggesperrt" (Verlagstext) Eintritt 5€ |
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Februar 2013 |
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Musiker des Konzerthausorchesters Berlin
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am Mittwoch, den 13. Februar bei uns in der Galerie: Dmitri Schostakowitsch: Zwei Stücke für Streichquartett Alexander Borodin: Streichquartett Nr. 2 D-Dur Johannes Jahnel, 1. Violine Cornelia Dill, 2. Violine Felix Korinth, Viola Ying Guo, Violoncello Eintritt 8 € |
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Januar 2013 |
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Matthias Zschokke
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Matthias Zschokke schreibt vom scheinbar Alltäglichen, entdeckt daran das Einzigartige, Schöne, Traurige und Komische und erzählt ganz nebenbei eine diskrete Liebesgeschichte.
Tragisch oder komisch? Abgründig oder banal? Alltäglich oder außergewöhnlich? Der Roman balanciert zwischen diesen Gegensätzen ebenso wie sein Protagonist, von dem man nur gerade erfährt, dass er zwei Augen hat und eine Nase, und der in einer Selbstbeschreibung von sich sagt: »Ich komme im Mantel, in einem sandfarbenen, und in der linken Hand halte ich voraussichtlich einen kleinen sandfarbenen Koffer. Ich bin durchschnittlich groß, habe durchschnittlich kurzes, sandfarbenes Haar, und rechts von mir wird eine Frau gehen, die etwa ein Kopf kleiner ist als ich, und die Sie sich der Einfachheit halber am besten auch gleich sandfarben vorstellen – wir werden einander bestimmt nicht verpassen.« Ob in den Cafés und auf den Straßen, beim Zusammentreffen mit Fremden und Bekannten, ob auf Reisen oder zu Hause bei der Frau, die der Mann mit den zwei Augen vor vielen Jahren beim Chorsingen kennen und lieben gelernt hat, ob bei Rosaura, die ihm in ihrem Etablissement die merkwürdigsten Freuden zuteil werden lässt – Zschokke ist ein Meister darin, die Dinge und Ereignisse im Erzählen zu drehen und zu wenden, bis sie in einem fremden Licht ihre Selbstverständlichkeit verlieren und uns staunen machen. Eintritt: 7 € |
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Oktober 2012 |
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Galsan Tschinag
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Ein Roman über das Uralte, Unglaubliche inmitten von Profitgier und Umweltzerstörung. Vor 50 Jahren begegnete der Tuwa-Mongole Galsan Tschinag zum ersten Mal der deutschen Sprache. Inzwischen ist er zu einem der sprachmächtigsten Autoren der deutschen Literatur geworden. In diesem funkelnden, ebenso heiteren wie nachdenklichen Roman führt er uns in den innersten Kreis seines Lebens in der mongolischen Steppe. Ein Jahrhundertgedanke hat sich in seinem Hirn festgesetzt: Mit einer Million Bäume will er die Steppe begrünen. Der erste Schritt: Der öde, zerfallene Friedhof der Ahnen soll wieder hergerichtet werden. Doch dabei tun sich zahlreiche Hindernisse auf. Die Stammesleute fürchten die Geister der Toten, es fehlt an Geld, Material und Durchhaltewillen. Kann er sich auf seine Schamanenschwester verlassen? Da taucht in der Jurte des Stammesführers eine rätselhafte, blonde, berückend schöne Kasachin auf. Ihre Klugheit und Leidenschaft lässt ihn vergessen, dass sie ein eigenes, bedrohliches Ziel verfolgt. (Unionsverlag) Galsan Tschinag Galsan Tschinag, geboren 1943 in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Von 1962 bis 1968 studierte er Germanistik in Leipzig, seither schreibt er viele seiner Werke auf Deutsch. Er lebt den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar und verbringt die restlichen Monate abwechselnd als Nomade in seiner Sippe im Altai und auf Lesereisen im Ausland. Galsan Tschinag erhielt u.a. 1992 den Adelbert-von-Chamisso-Preis und 2001 den Heimito-von-Doderer-Preis. 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. |
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Oktober 2012 |
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Gerhard Henschel
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Gerhard Henschel (Jahrgang 1962) lebt als freier Schriftsteller bei Hamburg.
Zuletzt erschienen seine Bücher Neidgeschrei. Antisemitismus und Sexualität
(2008), Die Springer-Bibel. Ein Panorama der Mediengeschichte (2008) und Da mal nachhaken. Näheres über Walter Kempowski (2009). Sein Briefroman Die Liebenden (2002) begeisterte die Kritik ebenso wie die Abenteuer seines Erzählers Martin Schlosser: Kindheitsroman (2004), Jugendroman (2009) und Liebesroman (2010). Abenteurroman ist der vierte Teil seiner Chronik, die er entlang des Lebens von Martin Schlosser erzählt.
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September 2012 |
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Kara Huber
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Eine große Zahl an Kirchen prägt das Berliner
Stadtbild. Der Dom am Lustgarten, der den Mitgliedern
des Hauses Hohenzollern als Ruhestätte dient, die
nicht weit entfernt gelegene Marienkirche als bauliches
Zeugnis der frühen Stadtgeschichte, die Gethsemanekirche
in Prenzlauer Berg, die als Treffpunkt für
Bürgerrechtler und Oppositionelle der DDR-Friedensbewegung
genutzt wurde und die Kaiser-Wilhelm-
Gedächtniskirche, die mit ihrer Turmruine als eines der
Wahrzeichen der Stadt gilt, bilden nur eine kleine
Auswahl der Berliner Kirchen, die u. a. folgende
Prominente vorstellen: Christine Bergmann, Annette
Dasch, Rainer Fetting, Albrecht Mayer, Sebastian
Nordmann, André Schmitz, Wolfgang Thierse, Sasha
Waltz oder Klaus Wowereit.
Kara Huber ist Pädagogin und Buchautorin, sie engagiert sich ehrenamtlich für Projekte in den Bereichen Kultur und Kirche. Sie hat die Bände „Brandenburgische Dorfkirchen und ihre Hüter“ und „Kirchen in Brandenburg und ihre Hüter“ herausgegeben. Wolfgang Reiher, Fotograf und Fotodesigner, arbeitet in den Bereichen Architektur, Werbung, Reise, People, Portrait und Reportage; er lebt in Berlin und Frankfurt am Main. Leo Seidel, geboren 1977 in Berlin, absolvierte eine Ausbildung zum Fotodesigner am Lette-Verein Berlin. Seit Juni 2004 ist er Archivfotograf bei OSTKREUZ Agentur der Fotografen und arbeitet freiberuflich für Verlage, Magazine und Agenturen. |
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Juli 2012 |
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Prof. Dr. Ewald Grothe
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Vortrag und Lesung zum 200jährigen Jubiläum der „Kinder- und Hausmärchen“
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Juni 2012 |
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S. Böhme, K. Bartram, W. Braun (Hrsg)
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E. A. Seemann Verlag, Leipzig Von den Gärten Andalusiens bis zur Seidenstraße. Was ist eigentlich islamische Kunst? Eine Zeitreise durch die Länder der islamischen Welt. Vom Hammam des Kalifen bis zum Harem der geheimen türkischen Herrscherin. Mit Illustrationen und Meisterstücken aus dem Museum für Islamische Kunst in Berlin. Wie sah eine Audienz beim Kalifen aus? Und warum befindet sich in alten Ölbildern der Teppich immer auf dem Tisch? Dieser Band führt durch die islamischen Welten, ihre Kunst und Kultur. Die Texte und Illustrationen berichten über den Beginn des Islam und seine Verbreitung bis nach Spanien, Istanbul und zur Seidenstraße. Das Buch lädt Kinder und Eltern ein, im Museum für Islamische Kunst in Berlin auf Entdeckungstour zu gehen und so manches Unbekannte und Neue über muslimische Lebenswelten, Moscheen und »Märchen«-Paläste zu erfahren. Wie kann man die Kunstschätze der Berliner Museen Kindern näher bringen? Die Herausgeberin Waldtraut Braun hat mit der Autorin Sabine Böhme und der Illustratorin Karen Bartram die Sammlung des Museums für Islamische Kunst zu einem informativen und unterhaltsamen Kunstführer für junge Menschen erschlossen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Wir freuen uns sehr über jedes Kind, das kommt! |
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Mai 2012 |
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Jens Mühling
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Vor zehn Jahren lernt der Journalist Jens Mühling in Berlin den russischen Fernsehproduzenten Juri kennen. Die Begegnung verändert sein Leben. Juri verkauft deutschen Sendern erfundene Geschichten über Russland, er sagt: »Die wahren Geschichten sind noch viel unglaublicher als alles, was ich mir ausdenken könnte.« Seitdem reist Jens Mühling immer wieder nach Russland, getrieben von der Idee, diese wahren Geschichten zu finden. Die Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet, wirken wie ausgedacht. Aber sie sind das wahre Russland. Eine Einsiedlerin, die seit ihrer Geburt in der Taiga lebt und erst als Erwachsene erfahren hat, dass es jenseits der Wälder eine Welt gibt. Ein Mathematiker, der 1000 Jahre der russischen Geschichte für erfunden hält. Ein Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. ›Mein russisches Abenteuer‹ ist eine Reiseerzählung, die durch das heutige Russland führt. Aus sehr persönlicher Perspektive porträtiert Jens Mühling eine Gesellschaft, deren Lebensgewohnheiten, Widersprüche, Absurditäten und Reize im Ausland nach wie vor wenigen vertraut sind.
Jens Mühling, geboren 1976 in Siegen, studierte Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of East Anglia, Norwich, England. Er war Redakteur der Moskauer Deutschen Zeitung und arbeitet seit 2005 beim Tagesspiegel. Für seine Reportagen und Essays über Russland wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Reportagepreis n-ost, dem Axel-Springer-Preis und dem Peter-Boenisch-Gedächtnispreis. |
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Mai 2012 |
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Milena Michiko Flašar
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Ist es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Nach und nach erzählen sie einander ihr Leben und setzen behutsam wieder einen Fuß auf die Erde.
Nur wenige sorgfältig gewählte Worte benötigt Milena Michiko Flašar, um ihre Figuren zum Leben zu erwecken, nur wenige Szenen, um ganze Schicksale zu erzählen. Ein junger Mann verlässt sein Zimmer, in dem er offenbar lange Zeit eingeschlossen war, tastet sich durch eine fremde Welt. Eine Bank im Park wird ihm Zuflucht und Behausung, dort öffnet er die Augen, beginnt zu sprechen und teilt mit einem wildfremden Menschen seine Erinnerungen. Der andere ist viele Jahre älter, ein im Büro angestellter Salaryman wie Tausende. Er erzählt seinerseits, über Tage und Wochen hinweg, Szenen eines Lebens voller Furcht und Ohnmacht, Hoffnung und Glück. Beide sind Außenseiter, die dem Leistungsdruck nicht standhalten, die allein in der Verweigerung aktiv werden. Aus der Erfahrung, dass Zuneigung in Nahrung verpackt, Trauer im Lachen verborgen werden kann und Freundschaften möglich sind, stärken sie sich für einen endgültigen Abschied und einen Anfang. Milena Michiko Flašar macht eine Parkbank zur Bühne, zu einem huis clos unter freiem Himmel. Die Bank befindet sich in Japan und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen – sowie die anarchische Kraft der Verweigerung. (Verlagstext) Milena Michiko Flasar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, lebt als Schriftstellerin in Wien und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache. Im österreichischen Residenz Verlag sind zwei Bücher von ihr erschienen: "Ich bin" (2008) und "Okaasan - Meine unbekannte Mutter" (2010). |
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April 2012 |
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Rayk Wieland
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W., der Held aus Rayk Wielands hoch gelobtem Debüt »Ich schlage vor, dass wir uns küssen«, ist jetzt etwa vierzig Jahre alt und Reisereporter. Ungewöhnlich ist nur, dass er nicht reist. Seit 1989 hat er, der im Osten Berlins lebt, kein einziges Mal die Grenzen der ehemaligen DDR überschritten. Die Reisefreiheit, so lautet W.s Credo, ist immer die Reisefreiheit der anderen. Seine Reportagen, die in der renommierten International Geographic Revue erscheinen, sind allesamt erfunden, aber sie kommen beim Publikum außerordentlich gut an. Als jedoch ein Text über Nordkorea von der diplomatischen Vertretung des Landes beanstandet wird, fliegt er auf und aus der Redaktion. Der Skandal lässt W.s Leben in Turbulenzen geraten. Er ergraut von einem Tag auf den anderen und beantragt Asyl in der nordkoreanischen Botschaft. Leider hat er nicht die geringste Ahnung, wie es weitergehen soll. Widerwillig tritt er die erste Reise seines Lebens an. Sie führt ihn an die Große Chinesische Mauer und zu Feuern, die nicht brennen … (Verlagstext) Rayk Wieland Rayk Wieland, geb. 1965, studierte Philosophie und ist gelernter Reisereporter. Mehrtägige Reisen nach Jerusalem, Rom und Moskau. Mitherausgeber des dreibändigen Standardwerks »Öde Orte«. Zuletzt erschien von ihm »Ich schlage vor, dass wir uns küssen«. Er lebt in Hamburg. Eintritt 7 € |
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Februar 2012 |
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Zsuzsa Bánk
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In einer süddeutschen Kleinstadt erlebt das Mädchen Seri helle Tage der
Kindheit: Tage, die sie im Garten ihrer Freundin Aja verbringt, die aus
einer ungarischen Artistenfamilie stammt und mit ihrer Mutter in einer
Baracke am Stadtrand wohnt.
Aber schon die scheinbar heile Welt ihrer Kindheit in den 60er Jahren des
20. Jahrhunderts hat einen unsichtbaren Sprung: Seris Vater starb kurz nach
ihrer Geburt, und Ajas Vater, der als Trapezkünstler in einem Zirkus
arbeitet, kommt nur einmal im Jahr zu Besuch. Karl, der gemeinsame Freund
der Mädchen, hat seinen jüngeren Bruder verloren, der an einem hellblauen
Frühlingstag in ein fremdes Auto gestiegen und nie wieder gekommen ist.
Es sind die Mütter, die Karl und die Mädchen durch die Strömungen und
Untiefen ihrer Kindheit lotsen und die ihnen beibringen, keine Angst vor dem
Leben haben zu müssen und sich in seine Mitte zu begeben. Zsuzsa Bánk erzählt die Geschichte dreier Familien und begleitet ihre jungen Helden durch ein halbes Leben: Als Seri, Karl und Aja zum Studium nach Rom gehen, wird die Stadt zum Wendepunkt ihrer Biographien – und zur Zerreißprobe für eine Freundschaft zwischen Liebe und Verrat, Schuld und Vergebung. Nach ihrem hochgelobten Debütroman »Der Schwimmer« schreibt Zsuzsa Bánk die bewegende Geschichte dreier Kinder, die den Weg ins Leben finden. »Die hellen Tage« ist ein großes Buch über Freundschaft und Verrat, Liebe und Lüge – über eine Vergangenheit, die erst allmählich ihre Geheimnisse enthüllt, und die Sekunden, die unser Leben für immer verändern. Über Zsuzsa Bánk Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung »Unter Hunden« aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. (Texte: Fischer Verlag) |
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November 2011 |
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Dietrich Wildung
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Auf der Berliner Museumsinsel ruhte über anderthalb Jahrhunderte unerkannt ein Schatz, der erst jetzt durch die Präsentation im Neuen Museum wiederentdeckt wurde.
Die Reliefszenen der Grabkammern aus der Pyramidenzeit (um 2600 –2400 v. Chr.) zeigen Tierdarstellungen und bildhafte Hieroglyphen von großer künstlerischer Freiheit und Fantasie, sowohl in der Motivwahl als auch in der stilistischen Ausführung. Sie erweitern die gängige Charakterisierung der Kunst des Alten Ägypten, die bislang von den streng formalisierten menschlichen Figuren geprägt war. Der unerschöpfliche Detailreichtum, die Vielfalt der Szenen und die hohe künstlerische Qualität sind faszinierend.In den Zusammenhängen von Tier und Natur, Tier und Gott, Tier und Mensch sowie Tier und Schrift präsentiert Dietrich Wildung Werke altägyptischer Kunst von überragender Schönheit, die bislang weitgehend unpubliziert waren. (Verlagstext)
Eintritt frei |
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Oktober 2011 |
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Ulrich Noethen und Anja Schiffel
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Abschiedsbriefe
Gefängnis Tegel
September 1944 - Januar 1945
Zum Buch: Anfang 2010 wurde bekannt, dass der Briefwechsel zwischen Helmuth James und Freya von Moltke aus den letzten Wochen vor seiner Hinrichtung wie durch ein Wunder komplett erhalten ist. Die politisch und persönlich offenherzigen Briefe, die vom Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens fast täglich an der Zensur vorbeigeschmuggelt wurden, sind das aufwühlende Zeugnis einer großen Liebe in den Zeiten des Widerstands gegen ein unmenschliches Regime. Berlin Tegel, im Herbst 1944: Der 37 Jahre alte Jurist und Widerständler Helmuth James von Moltke wartet auf seinen Prozess vor dem Volksgerichtshof – und auf seine Hinrichtung. Während sowjetische Truppen auf seine Heimat Kreisau in Schlesien vorrücken und Weggefährten gehenkt werden, wechselt er täglich Briefe mit seiner Frau Freya: Es geht um ihre Liebe und die Lage in Kreisau, die Situation im Gefängnis und die Vorbereitung auf den Tod, aber auch um den Widerstand und um Wege zur Rettung. "Ich habe keine Furcht vor dem Tod, und ich habe animalische Angst vor dem Sterben", schreibt Helmuth James. "Ich werde alt und anders werden, deshalb muss ich Dich in mir tragen und mit Dir leben", antwortet Freya. Ulrich Noethen Der bekannte Schauspieler Ulrich Noethen wird zum zweiten Mal bei uns zu Gast sein. Er ist eine begehrte Sprecherstimme für Literatur. Seine monumentale RBB-Produktion „Krieg und Frieden“ lief sehr erfolgreich im RBB. Als Schauspieler wirkt er in zahlreichen TV Produktionen mit, seine letzte Theaterstation waren die staatlichen Bühnen in Berlin. Um nur einige herausragende Filme zu nennen: Tucholsky Verfilmung mit Heike Makatsch: "Gripsholm", Hierschbiegls Bunkerdrama "Der Untergang", wo er Heinrich Himmler spielte und "Comedian Harmonists". Auch in Kinderfilmen wirkte er mit, so als Herr Taschenbier bei den Verfilmungen von Paul Maars Sams Büchern. Anja Schiffel Die Schauspielerin und Sprecherin hat im Jahr 2000 ihre Ausbildung in Rostock beendet. Sie spielte seitdem in verschiedenen Fernsehproduktionen u.a. unter der Regie von Dominik Graf (2010, Dreileben - komm mir nicht nach) und als Theaterschauspielerin in Essen und Wien. Eintritt 12 Euro |
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Oktober 2011 |
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Ian McEwan, Peter Stamm und Paolo Coelho
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Ein Abend mit Erzählungen gelesen von Mareike Hein begleitet von Celloimprovisationen von Florian Hein Eintritt 5€ |
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September 2011 |
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Gabriele Weingartner
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In der Villa Klestiel, irgendwo zwischen Wannsee und Schlachtensee gelegen,
haben sich um die Jahrtausendwende Menschen zusammengetan, um so
selbstbestimmt wie möglich miteinander zu altern: Schauspieler,
Weltreisende, Juristen, Kritikerinnen, Akademikerwitwen, die das Alleinsein
nicht ertragen, Kommunismusforscher, Westberliner, die die Welt nicht mehr
begreifen, darunter Menschen, die sich selbst als 68er verstehen oder auch
von anderen so (miss-)verstanden werden. Ein skurriler Roman mit
überraschenden Wendungen.
Gabriele Weingartner Gabriele Weingartner, Kulturjournalistin und Literaturkritikerin, wurde 1948 in Edenkoben/Pfalz geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Berlin und Cambridge (Massachusetts). Nach zwei Jahrzehnten im pfälzischen St. Martin lebt sie seit 2008 wieder in Berlin. Zahlreiche Literaturpreise und Stipendien, Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland. Veröffentlichungen (Auswahl): Der Schneewittchensarg (1996), Bleiweiß, (2000, 2009 als Taschenbuch bei dtv), Die Leute aus Brody (2005), Fräulein Schnitzler (2006). |
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September 2011 |
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Matthias Zschokke
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Ein Überfall auf die Leserschaft. Exzentrisch, egoman und extravagant. Ein Mahlstrom der Zeit. Hinreißende Literatur. Dieses Buch gönnt dem Genre Roman eine Pause. Es sprengt dessen Grenzen und kreiert ein ganz eigenes Format. Ein Tagebuch? Ja, aber...Fast täglich schreibt Zschokke zwischen 2002 und 2008 auf, was ihm durch den Kopf geht und festgehalten werden muss: Es sind Auseinandersetzungen mit der Welt, der Zeit, der Literatur, mit der Musik, dem Theater, der Kunst: Kollegenbeschimpfungen, Reiseberichte, ja, sogar politische Marginalien. Aber all das ist nicht zur Selbstreflexion bestimmt, sondern hat ein Du. Was Zschokke notiert, ist für ein Gegenüber, den Freund Niels, bestimmt. Also ein Briefroman in seiner modernen Form, der Mail? Ja, aber...Niemals waren die Mails, als sie geschrieben wurden, zur Veröffentlichung bestimmt. Das erklärt ihre Frische und Spontaneität. Der sie schreibt, ist ein wacher, staunender, spöttisch ironischer und selbstironischer Mensch. Er fragt etwas, sich selbst oder das Gegenüber, er probiert Antworten, poltert los, nimmt alles zurück und kommt zu ganz neuen Einsichten. Und Fragen! Eine mitreißende Neugier zieht sich durch alles, und man selbst gerät ins Staunen und sieht plötzlich klarer auf die Dinge. Eine Fundgrube ist dieses Buch, ein Wunderding. (Verlagstext) |
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August 2011 |
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Wolfgang Büscher
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Zu Fuß in das Herz Amerikas, drei Monate lang, 3500 Kilometer von Nord nach Süd: Wolfgang Büscher hat das Abenteuer gewagt. Er läßt sich durch die schneebedeckte Prärie Norddakotas treiben, entdeckt den verlassenen Ort Hartland, der einst Heartland hieß, und freundet sich in den Great Plains mit einem rätselhaften indianischen Cowboy an. Dann folgt er der Route 77 vom Missouri bis zum Rio Grande. Bob Dylan nannte diese historische Straße einmal das eigentliche Herz Amerikas, ihr entlang lasse sich der Geist des Landes einfangen. In Kansas muss Büscher mit gespreizten Armen und Beinen am Wagen des Sheriffs stehen, auf offener Landstraße, er schläft in gespenstischen Motels und viktorianischen Herrenhäusern und flieht aus einem Nachtasyl. Dann Texas. Ranches, groß wie kleine Staaten, die Hitze des Südens. Bei Waco, wo einst die bewaffnete Davidianer-Sekte wochenlang vom FBI belagert wurde, trifft er den heutigen Sektenchef – der Wahn lebt. Büscher läßt sich weitertreiben, immer weiter nach Süden, durch die Desierto de los Muertos, bis er schließlich über den Rio Bravo nach Mexiko verschwindet ...
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Juni 2011 |
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Ruth Johanna Benrath
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Anna ist tot. Und Rena will wissen, warum. Seit Anna mit 19 Jahren Hals über Kopf in die USA ausgewandert ist, um Reiko zu heiraten, hat Rena ihre Schulfreundin nicht mehr gesehen, Briefe und Postkarten kommen immer seltener, Annas Mann hat Rena nie kennengelernt. Als eines Tages ein Paket mit Annas Tagebuch und der Todesanzeige bei ihr abgegeben wird und Reiko immer hartnäckiger den Kontakt mit ihr sucht, lassen Rena die Erinnerungen an die Freundin nicht mehr los. Und bald gibt es kein Zurückweichen mehr vor jenen Fragen, die Rena so lange von sich geschoben hat:
Woher kam die Entfremdung zwischen ihnen nach langer, ungetrübter Freundschaft ? Und was bedeutet Annas letzter rätselhaft er, fast feindseliger Brief?
In packenden, schnell wechselnden Szenen erzählt Ruth Johanna Benrath vom Wunsch nach Nähe und Liebe und der fatalen Wirkung von Abhängigkeit und Unterwerfung: die Geschichte einer jungen Frau, der jene Menschen immer fremder werden, denen sie sich am nächsten fühlt.
Ruth Johanna Benrath, geboren 1966, studierte Germanistik, Philosophie und
Geschichte in Heidelberg. Mit dem Cellisten Thomas Böhm-Christl inszeniert sie interdisziplinäre Kunstprojekte und tritt als Duo gezinkte sterne in Berliner Salons auf. 2009 erschien ihr erster Roman Rosa Gott, wir loben dich. Ruth Johanna Benrath lebt in Berlin.
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Mai 2011 |
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Finn-Ole Heinrich
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"Hard stuff, immer aktuell - sowas brauchen wir!" Clemens Meyer Susan fehlt ein Bein. Tom ist die Treppe runtergefallen. Und Henning lügt so lange, bis er die Wahrheit sagt. Finn-Ole Heinrich erzählt von Menschen, die ins Schwanken gekommen sind, die das Leben mit aller Härte umgeworfen hat. Und die nun wieder aufstehen müssen. Finn-Ole Heinrich zählt zu den großen Talenten der deutschen Gegenwartsliteratur. Bereits seine ersten beiden Bücher, die taschen voll wasser (Erzählungen, 2005) und Räuberhände (Roman, 2007), wurden von Lesern und Presse gefeiert. Mit 'Gestern war auch schon ein Tag' erreicht sein Schreiben jetzt eine neue Stufe. Diese Texte hinterlassen in ihrer Ehrlichkeit, sprachlichen Klarheit, ihrer Sensibilität und auch in ihrem Humor beim Leser eine Faszination, die lange trägt. |
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Mai 2011 |
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Mathias Brandt und Ulrich Noethen
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Zwei der renommiertesten deutschen Theater- und Filmschauspieler des Landes
lesen aus dem vielleicht bizarrsten Briefwechsel der deutschen
Nachkriegsliteraturgeschichte.
Verlagsankündigung 30 Jahre alt, ohne Resonanz auf seine bis dahin veröffentlichten drei Gedichtbände, vom eigenen überragenden schriftstellerischen Können allerdings überzeugt, schreibt Thomas Bernhard im Oktober 1961 an Siegfried Unseld: »Vor ein paar Tagen habe ich an Ihren Verlag ein Prosamanuskript geschickt. Ich kenne Sie nicht, nur ein paar Leute, die Sie kennen. Aber ich gehe den Alleingang.« Obwohl der Suhrkamp Verlag das Manuskript ablehnte, gingen der Alleingänger und der Verleger seit dem Erscheinen von Bernhards erstem Roman Frost 1963 gemeinsam den Weg, der den Autor in die Weltliteratur führte. In den etwa 500 Briefen zwischen beiden entwickelt sich ein einzigartiges Zwei-Personen-Schauspiel: Mal ist es eine Tragödie, wenn etwa Bernhard die aus seinen Werken bekannten Schimpftiraden auf den Verleger losläßt, der seinerseits auf die Überzeugungskraft des Arguments setzt. Dann gibt Bernhard ein Kammerspiel mit Unseld als Held – 1973 schreibt er ihm: »mit grösster Aufmerksamkeit, mit allen Möglichkeiten, gehe ich gern mit Ihnen.« 1984 agieren beide, bei der Beschlagnahme von Holzfällen, als Kämpfer für die Literatur in einem von Dritten inszenierten Schurkenstück. Es dominiert das Beziehungsdrama: Der Autor stellt die für sein Werk und seine Person unabdingbaren Forderungen. Der Verleger seinerseits weiß, daß gerade bei Bernhard rücksichtslose Selbstbezogenheit notwendige Voraussetzung der Produktivität ist. Solch einen dramatischen Briefwechsel zwischen Autor und Verleger, in dem bei jeder Zeile alles auf dem Spiel steht, kennt das Publikum bislang nicht. Wir danken dem Suhrkamp Verlag ganz herzlich für die Erlaubnis dieser einmaligen Lesung! |
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April 2011 |
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Musiker des Konzerthausorchesters Berlin
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Benjamin Britten: Drei Divertimenti (1936) Ludwig van Beethoven: Streichquartett Es-Dur, op. 74 (Harfenquartett) Johannes Jahnel, 1. Violine Christiane Neuhaus, 2. Violine Felix Korinth, Viola Ying Guo, Violincello |
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April 2011 |
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Hannah Höch
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Ein Nachmittag für Kinder und Erwachsene
„Da, da, da ...“ Mine und Rose sind allein zuhaues. Die beiden von Hannah Höch erfundenen Puppen erwachen in diesem Buch zum Leben, spazieren im Dachatelier herum und stöbern in alten Fotos und Dokumenten. Sie erzählen vom Leben der Künstlerin, ihrer Familie und ihrer „Dada“-Freunde. Lesung mit der Autorin Gabriele Struck. Anschließend können die Kinder mit Farben und Formen, Papier und Stiften experimentieren, Zeichnungen oder Collagen erstellen. „Fünf Treppen zum Dach“ , herausgegeben von Waldtraut Braun, ist im B&S Siebenhaar Verlag erschienen. |
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März 2011 |
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Max Scharnigg
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Max Scharnigg liest aus seinem Debutroman Was ist zu tun, wenn vor der eigenen Wohnungstür ein fremdes Paar Herrenschuhe steht? Wenn man von drinnen seine Freundin und eine unbekannte Männerstimme hört? Der Journalist Nikol Nanz macht das, was er am besten kann: Er übt sich im Rückzug und richtet sich erst mal häuslich unter der Treppe ein. In seinem Versteck unter der Treppe hofft Nikol ungestört an einem Text über die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand schreiben zu können. Aber die Arbeit gerät bald ins Stocken. Das liegt nicht nur an den ungelösten Rätseln um seine Freundin, mit der ihn bis dahin eine herrlich abgeschiedene Liebe verband. Es liegt auch am alten Schmuskatz, dem ehemaligen Gletscherfotografen und Bergkristallverkäufer, der ihn in seinem Versteck aufstöbert und zum Essen einlädt. Gemeinsam versuchen sie, die Trampelpfade einer Liebe nachzugehen und Nikol zurück in den zweiten Stock zu bringen ... Max Scharnigg lockt den Leser in eine verzauberte Wunderkammer und führt ihn auf verschlungenen Wegen die Eiger-Nordwand und schließlich auch das Treppenhaus hinauf. (Verlagstext) Max Scharnigg, Jahrgang 1980, arbeitet als Journalist und Autor. Er gehört zur Redaktion von jetzt.de, dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung, und schreibt unter anderem für AD, Cosmopolitan und das SZ-Magazin. Seine »Hauptsatz«Kolumne, die in der Süddeutschen Zeitung erscheint, liegt unter dem Titel Das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden seit kurzem in Buchform vor. Die Besteigung der Eiger-Nordwand ist sein Romandebüt, für das er das Literaturstipendium der Landeshauptstadt München erhielt und für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert war. Max Scharnigg lebt in München. (Verlagstext) |
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März 2011 |
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Matthias Brandt
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Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. (Hanser Verlag) Matthias Brandt war an großen deutschen Bühnen engagiert, bevor ihm 2003 mit dem Zweiteiler »Im Schatten der Macht« der große Durchbruch im Fernsehen gelang. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde er vielfach geehrt, u. a. mit dem Bayerischen Filmpreis, dem Adolf-Grimme-Preis und der Goldenen Kamera. Er zählt zu den renommiertesten Hörbuchsprechern Deutschlands und wurde 2010 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. (Hörbuch Hamburg) |
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November 2010 |
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Christian Brückner
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Christian Brückner geboren 1943 in Waldenburg/Schlesien. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Theaterwissenschaft Engagements an verschiedenen Theatern. Seit etwa 1970 kontinuierliche Arbeit in Hörspielen und Fernsehfeatures. Literaturlesungen für alle Sender der ARD und in der Öffentlichkeit. 1990 erhielt er den Grimme Preis in Gold. 2000 gründete er mit seiner Frau Waltraut den Hörbuchverlag "parlando" (www.parlando-verlag.de). Herman Melville und Moby Dick Das 1851 von Herman Melville verfasste Buch gehört zu den bekanntesten Werken der Weltliteratur. Aus der Perspektive des Matrosen Ismael schildert Melville auf über 900 Seiten wie Kapitän Ahab zunehmend besessen den weißen Wal Moby Dick, der für den Verlust seines Beines verantwortlich ist, mit seinem Walfängerschiff Pequod über die Weltmeere jagt. Christian Brückner las bereits für den Verlag Zweitausenundeins den gesamten Moby Dick. Für den Abend im Haus am Waldsee hat er eine zweistündige Fassung erarbeitet, die Melvilles Kunst und die Dramatik des existentiellen Kampfes zwischen Mensch und Natur offenbar werden lässt. |
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November 2010 |
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Andreas Steinhöfel
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Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren, arbeitet als Übersetzer
und Rezensent und schreibt Drehbücher - vor allem aber ist er Autor
zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher. Sein
Bestseller "Die Mitte der Welt" wurde 1999 für den Deutschen
Jugendliteraturpreis nominiert und ist mittlerweile in vielen Ländern der
Welt erschienen. Nach Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi
Ungerer hat Andreas Steinhöfel 2009 den Erich Kästner Preis für Literatur
verliehen bekommen. Außerdem erhielt er 2009 mehrere Preise für "Rico, Oskar
und die Tieferschatten" u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis, den
Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und die Auszeichnung "Lesekünstler
2009", verliehen vom Sortimenterausschuss des Börsenvereins Deutscher
Buchhandel.
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November 2010 |
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Ketil Bjørnstad
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Zur Person:
Ketil Bjørnstad wurde am 25. April 1952 in Oslo geboren und lebt dort als Schriftsteller, Pianist und Komponist. Er studierte in Oslo, London und Paris klassisches Klavier. Sein musikalisches Debüt gab er im Alter von 16 Jahren im Philharmonischen Orchester Oslo mit Bartóks 3. Klavierkonzert. 1972 erschien sein erster Gedichtband Alene ut. Er hat eine Serie von LPs und CDs mit eigener vom Jazz und Rock beeinflusster Musik produziert und zahlreiche Romane veröffentlicht. Für den Roman Nade (Gnade) erhielt er 1998 den Riksmalspreis. In Deutschland wurde er u. a. durch seine Romanbiographien über Edvard Grieg (Suhrkamp 1998) und Edvard Munch (Insel 1995) bekannt. |
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September 2010 |
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Kara Huber
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Man muss nicht gläubig sein, um der Faszination von Kirchen zu erliegen. Ob imposanter Barockbau oder aus einfachsten Mitteln gezimmerte Dorfkapelle— jedes Gotteshaus hat seine eigene Seele und seine ganz eigene Anziehungskraft; sei es halb verfallen oder aufwändig saniert. Zwanzig prominente Paten wie z.B. Richard von Weizsäcker, Kathrin Göring-Eckardt, Otto Graf Lambsdorff oder Matthias Platzeck erzählen in Texten voller Herzblut, was genau „ihre“ Kirche zu ihrer Lieblingskirche im Brandenburgischen macht.
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Juni 2010 |
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Pascale Hugues
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Was geht wohl in Männern, vor die im Sommer in kurzen Hosen zur Arbeit kommen? Was treibt die Leute an, die mit dieser schöpferischen Wut ihre Vorgärten bepflanzen ... vielleicht die Suche nach dem bescheidenen irdischen Glück, frei nach Voltaire? Was hat es auf sich mit dieser Manie, völlig Unbekannte im Café nach wenigen Minuten zu duzen? Und was steckt hinter dieser kindlichen Freude am Dabeisein, wenn irgendetwas los ist? Mit liebevolle-scharfem Blick beobachtet die französische Journalistin Pascale Hugues unseren Alltag, zeichnet ein hinreißendes Porträt ihrer Wahlheimat Berlin.
Pascale Hugues, geboren 1959 in Straßburg, war von 1986 bis 1989 Korrespondentin der Tageszeitung "Libération" in Großbritannien, danach bis 1995 in Deutschland in Bonn und Berlin. Seit 1995 schreibt sie regelmäßig für das Wochenmagazin "Point" und verschiedene deutsche Zeitungen, u.a. "die tageszeitung" und den "Tagesspiegel". Daneben hat sie Filme für den deutsch-französischen TV-Sender ARTE gedreht. Für den Film "L'est c'est fini" über ostdeutsche Jugendliche und den Text "in den Vorgärten blüht Voltaire" in ihrer Tagesspiegel-Kolumne "Mon Berlin" wurde sie jeweils mit dem Prix du journalisme franco-allemand in den Sparten Fernsehen und Presse ausgezeichnet.
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Juni 2010 |
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Renate Kreibich
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1980 in Berlin-Zehlendorf: Im Morgengrauen dringen Beamte des Staatsschutzes in das kleine Reihenhaus des Präsidenten der Freien Universität ein. Rolf und Renate Kreibich werden ohne Angabe von Gründen verhaftet und stundenlang verhört. Erst später erfahren sie, dass man sie der »Spionage für eine fremde Macht« verdächtigt. Sie ahnen, dass sie das Opfer einer politischen Intrige geworden sind, die ihre gesamte Existenz vernichten könnte ...
In ihrem spannenden autobiografischen Bericht über den Mauerbau und seine Folgen für ihre eigene Familie erzählt Renate Kreibich von einer abenteuerlichen Reise nach Bulgarien, von dem riskanten Unternehmen einer detailliert geplanten Flucht aus der DDR und schließlich von einem Spionagevorwurf, der zu einer groß angelegten und medienwirksam inszenierten Ermittlung der bundesdeutschen Staatsschützer führte... und fast in einem familiären Desaster geendet hätte.
Die politischen Hintergründe der »Spionage-Affäre« um den damaligen FU-Präsidenten Rolf Kreibich und seine Frau Renate sind ein Lehrstück deutscher Zeitgeschichte aus der Ära des Kalten Krieges.
Renate Kreibich, geboren in Dresden, ist Malerin und promovierte Psychologin. Sie hat viele Jahre als Psychoonkologin in einem Berliner Krankenhaus Krebspatienten betreut. Über ihre Erfahrungen mit den Ängsten, Hoffnungen und Chancen der erkrankten Menschen hat sie in zahlreichen Publikationen berichtet.
(Verlagstext)
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Mai 2010 |
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Marek Janowski
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Der weltberühmte Konzertchef Marek Janowski gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten der klassischen deutschen Orchesterkultur. Mit untrüglichem Gehör, klaren Bewegungen und instinktsicherer musikalischer Intelligenz setzt er komplizierte Partituren in ausdrucksstarke Interpretationen um. Präzision ist ihm Voraussetzung für lebendiges Musizieren.
Wolfgang Seifert zeichnet in dieser autorisierten Biografie erstmals Leben und Wirken des Dirigenten nach, der als polnisch-deutsches Kriegskind in Nazi-Deutschland aufwuchs. Dem Studium und ersten Anstellungen folgten Chefjahre in Freiburg, Dortmund und Köln, Paris, Monte-Carlo und Dresden. Heute leitet er das Orchestre de la Suisse Romande in Genf und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das er in den ersten Rang deutscher Spitzenorchester führte. |
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März 2010 |
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Christian Brückner
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Ossip Mandelstam (1891-1938) wurde als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Als Dichter war er Mitglied der Lyrikergruppe 'die Akmeisten'. Sein erstes Buch erschien 1913. Schnell wurde er durch seine offene, mutige Art stets das zu sagen, was er dachte, zum Staatsfeind. Stalin soll mit Boris Pasternak ein Telefonat über Mandelstams Schicksal geführt haben. Der Dichter starb 1938 im Arbeitslager. Nur noch Kinderbücher zu lesen... Nur noch Kinderbücher zu lesen, Nur noch Kindergedanken zu hegen, Alles Große ganz weit zu verwehen, Aus tiefem Kummer stets aufzuerstehn. Ich bin vom Leben so tödlich geschafft, Dass ich von ihm nichts mehr annehmen werde, Ich liebe jedoch diese kärgliche Erde, Weil ich noch nie eine andere sah. Ich schaukelte in einem Garten, weit fort, Auf einer einfachen, hölzernen Schaukel. Hohe Tannen am dunklen Ort Sah ich, erinnernd, durch Traumnebel gaukeln. 1908 |
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Februar 2010
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Gabriele Weingartner
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Was zog Folkes Mutter Sommer für Sommer mit ihren Kindern in die DDR, während der Ehemann daheim im Schwäbischen blieb? Jahrzehnte später kehrt Folke auf der Suche nach dem verlorenen Paradies seiner Kindheit zurück nach Leewenstein. Doch in der inzwischen verfallenen Villa werden nicht nur Erinnerungen wach, es kommen auch ungeahnte Familiengeheimnisse ans Licht. Gabriele Weingartner, 1948 in Edenkoben/Pfalz geboren, hat Germanistik und Geschichte in Berlin und Cambridge/Massachusetts studiert. Gabriele Weingartners erster Roman 'Der Schneewittchensarg' erschien 1996; darüber hinaus hat sie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk veröffentlicht. 'Bleiweiß' ist ihr zweiter Roman. Gabriele Weingartner lebt als freie Kulturjournalistin, Literaturkritikerin und Schriftstellerin in Berlin. |
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| Januar 2010
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Russischer Abend
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| Die Engelspuppe Thomas Reschke stellt den Erzählband 'Die Engelspuppe' vor und spricht mit dem Autor über sein Werk. Das Gespräch dolmetscht Ganna-Maria Braungardt. Der international bekannte Bühnenbildner Eduard Kotschergin leitet das Große Dramatische Theater in St. Petersburg. Mit der 'Engelspuppe' setzte er die literarische Welt in Erstaunen und bekam den Moskauer Triumph-Preis. Der Erzählband 'Die Engelspuppe' (dt. von Ganna-Maria Braungardt, Renate Reschke und Thomas Reschke) erschien 2009 im persona verlag , der seit 26 Jahren Literatur und Zeitgeschichte publiziert. Die Verlegerin Lisette Buchholz gibt zum Auftakt einen kurzen Einblick in ihre Tätigkeit sowie in die Entstehungsgeschichte der deutschen Ausgabe der 'Engelspuppe'. Eintritt 5 € |
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| Januar 2010
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Hazel Rosenstrauch
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| Das Wunder einer vernünftigen Liebe Verdanken wir das Ideal einer humanistischen Erziehung dem Alltag einer außergewöhnlichen Beziehung? Hazel Rosenstrauchs kritische und wissensgesättigte Annährung an ein Ehepaar, das seiner Zeit weit voraus war. Wilhelm von Humboldt: der große Reformer unseres Bildungswesens, der Diplomat, der Ästhet, der dem Wesen der Antike auf der Spur war, der Sprach-Philosoph, der Goethe- und Schiller-Freund. Seine Persönlichkeit ist nicht denkbar ohne seine Frau, Caroline von Dacheröden, Mutter seiner fünf Kinder, in den Hauptstädten Europas zu Hause: eine Partnerin, die ihm an Weltneugier, Bildung, Kunstsinn und an tätiger Humanität ebenbürtig war. Die beiden verband keine allzu leidenschaftliche Beziehung, doch eine Liebe »auf gleicher Höhe«. Die »Individualitäten eines jeden Charakters... in einem so engen Verhältnis wie die Ehe respektiert zu sehen«, schrieb sie ihm, »war das einzige, was ich bei dem Mann suchte, dem ich meine Hand geben wollte ...« Das entsprach seinem Wunsch »in dem engsten Verhältnis die höchste Freiheit zu behalten«. Anhand unzähliger Briefe, die sich die beiden über Jahrzehnte geschrieben haben, zeichnet Hazel Rosenstrauch mit kritischer Sympathie das Bild einer selbstbewussten Frau, deren Begriff von Liebe und Partnerschaft weit in die Moderne vorauswies, und das ihres Gefährten, der, an ihrem freien Wesen gewachsen, zu einem der großen liberalen Geister unserer Geschichte wurde. (Verlagstext). |
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| Dezember 2009 |
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Manfred Kannenberg-Rentschler
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Vortrag von Manfred Kannenberg-Rentschler und Präsentation des gleichlautenden
Friedrichshagener Heftes 63
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| Dezember 2009
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Gernot Ernst und Ute Laur-Ernst
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| Der Doppelband »Die Stadt Berlin in der Druckgrafik 1570–1870« von Gernot Ernst und Ute Laur-Ernst ist ein neues Standardwerk, das sich erstmalig gezielt und umfassend den grafischen Künstlern dieser Zeit und den von ihnen geschaffenen Berlin-Ansichten zuwendet und zugleich den Bogen zur Berliner Stadtgeschichte schlägt. Es lässt das alte Berlin in vielfältiger Weise lebendig werden, beschreibt die kulturelle und wirtschaftlich-soziale Entwicklung der Stadt sowie Wandel und Aufschwung der grafischen Kunst in diesen drei Jahrhunderten. Gernot Ernst gehört aufgrund seiner langjährigen Sammlertätigkeit und seiner systematischen Recherchen zu den besten Kennern der Berlin-Grafik. Er hat in dem Künstlerlexikon und der zugehörigen Dokumentation der Berlin-Ansichten (Teil 1) so manche Wissenslücke geschlossen. Rund 560 Kurzbiografien vermitteln Einblicke in das Leben der in- und ausländischen Künstler, die Berliner Motive aufgegriffen haben. Von zahlreichen dieser Zeichner, Stecher und Lithografen war die Spur trotz umfangreichen Oeuvres verlorengegangen. Sie galt es wiederzuentdecken. Darüber hinaus informiert das Buch erstmals auch über die Verlage, Kunsthändler und Druckereien, die Berlin-Ansichten herausgegeben und verbreitet haben. Die insgesamt erfassten rund 4200 Grafiken – einschließlich anonymer Drucke, Abbildungen in Architekturzeitungen und Gebrauchsgrafik – sind zu 95% im Doppelband oder ergänzend auf der DVD abgebildet, in großem Umfang farbig. Andreas Teltow hat sich mit ihnen in einem einführenden Beitrag unter kunsthistorischem Aspekt befasst und Ute Laur-Ernst unter stadtgeschichtlichem im Stadtbildlexikon (Teil 2). Die Berlin-Grafiken aus unterschiedlichen Epochen sind unschätzbare Zeitdokumente. Sie zeigen, welche Stadtmotive die Künstler und ihre Auftraggeber bevorzugten, welche Ansichten sich am besten verkauften und wie sich Leben und Architektur in Berlin veränderten. In rund 550 Stichworten werden die dargestellten Bauwerke, Institutionen, Denkmäler, Plätze, Manufakturen usw. von ihrer Entstehung bis in die Gegenwart beschrieben und dabei auch »hinter die Fassaden« geschaut. Abgesehen von seinem praktischen Nutzwert ist das neue Werk aber auch ein außergewöhnlich schönes und anregendes »Berliner Bilderbuch«, in dem jeder Freund der Stadt gern blättern und sich in die Bilder und Texte seiner Wahl vertiefen wird. | ![]() |
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November 2009 Uhr | |
Christoph Richter
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Wie ein Orchester klingt, das wissen wir alle. Aber wie entsteht dieser Klang?
Wie ist ein Orchester organisiert? Seit wann gibt es überhaupt Orchester? Wer
entscheidet, was ein Orchester spielt, wo es auftritt und wie das Stück gespielt
wird?
So einheitlich Orchester auftreten und klingen, so vielfältig sind die Tätigkeiten und Geschichten, die sich bei der Orchesterarbeit im Hintergrund abspielen, von den Zuhörern in der Regel nicht oder kaum bemerkt. Christoph Richter nimmt uns in diesem Buch am Beispiel des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) mit hinter die Kulissen und berichtet von der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft der Musikerinnen und Musiker, von Dirigenten, Solisten und Tourneen, vom höfischen und kirchlichen Leben seit dem 16. Jahrhundert, vom Entstehen der großen Orchester im 19. Jahrhundert, von Musikunterricht und Programmgestaltung, von Proben und Management, von der Kunst des Hörens – und natürlich von großer Orchestermusik. Ein junges Lesepublikum vor Augen, erzählt und erklärt dieses Buch, was wir uns immer schon gefragt haben: nämlich wie ein Orchester eigentlich funktioniert. Christoph Richter war Professor für Musikpädagogik an den Musikhochschulen in Lübeck, Berlin und Wien, ist Buchautor und Herausgeber von Zeitschriften, zurzeit der Vierteljahresschrift Diskussion Musikpädagogik. Nicolai Verlag 19,90 € Eintritt 5 € | ![]() |
| Oktober 2009
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TatOrt Berlin
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Ein 18-jähriger spielt Al Capone und liefert sich, unterstützt von seiner
tapferen, aber gebrechlichen Mutter, ein mehrstündiges Gefecht mit der Polizei;
eine polnische Arbeiterin springt in den Landwehrkanal, wird gerettet, behauptet
fortan, die letzte lebende Zarentochter zu sein, und beschäftigt als »Fall
Anastasia« Medien und Justiz auf der ganzen Welt; eine berühmte Kammersängerin
wird ausgerechnet nach ihrem gefeierten Auftritt als Brunhilde in Wagners
»Götterdämmerung« vor der Oper erschossen; ein eleganter Autohändler pflegt eine
vorbildliche, jedoch teure Leidenschaft: er sammelt bibliophile Raritäten – und
wird, um dieser Passion frönen zu können, zum raffnierten Villeneinbrecher; ein
kleiner, ausgebuffter Zocker gründet ein Wettunternehmen, bietet Anlegern über
fünfzig Prozent Rendite – und macht den Rest der Welt um fast hundert Millionen
Reichsmark leichter (das war schon so vor fast hundert Jahren); von einer Garage
aus buddeln vier Männer den längsten Tunnel der Kriminalgeschichte zu einer Bank
im noblen Viertel Schlachtensee – und tauchen ab mit unerwartet reicher Beute.
Solche Fälle, in denen es nicht um »einfache« Verbrechen, sondern um raf?niertes Einfädeln, Tricks oder listiges, intelligentes Ausnutzen menschlicher Schwächen oder auch um tragikomische Verstrickungen geht, sammelt Carl-Peter Steinmann seit Jahren. Und natürlich bietet Berlin für seine spezielle Sammellust das geeignetste Terrain: Spekulation, Bandenwesen, internationale Verbindungen, Gutgläubigkeit, Angeberei und Raffgier waren und sind hier vorteilhaft versammelt. Carl-Peter Steinmannwurde 1946 in Lerbeck/Westfalen geboren und ist in Berlin aufgewachsen. Er lebt dort als Stadterzähler. Der Autor konnte auf Zeitungsarchive, Gerichtsprotokolle, Polizeiakten zurückgreifen – in jüngeren Fällen auch auf Aussagen von Beteiligten. Herausgekommen ist so eine breitgefächerte Geschichte der Kriminalität, verbunden mit kenntnisreichen Milieuschilderungen (vom Scheunenviertel bis zum vornehmen Westen) und Einblicken in Gefängnisse, Gerichte oder gar Richtstätten (»Der letzte Galgen«). »Tatort Berlin« ist eine veränderte, erweiterte Neuausgabe des erstmals 1997 erschienenen und sehr erfolgreichen Titels. TatOrt Berlin, Transit Verlag, 2009 Eintritt 10 € | ![]() |
September 2009 | |
Aufbruch
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„Aufbruch“ gewährt einen anrührenden Blick in die Seele einer mutigen und doch
so verletzlichen Heranwachsenden – und zeichnet sprachübermütig und mit großem
epischem Temperament ein detailreiches Sittengemälde von den
bundesrepublikanischen Mittsechzigern.
Deutsche Verlagsanstalt, 24,95 € Eintritt 10 € | ![]() |
September 2009 | |
"Die vier Leben der Marta Feuchtwanger"
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Marta Feuchtwanger gehört neben Katia Mann und Alma Mahler-Werfel zu den großen
Dichterfrauen des 20. Jahrhunderts. Manfred Flügge erzählt das Leben dieser
außergewöhnlichen Frau, die durch ihre Schönheit, ihren selbstbewussten Witz und
ihre Lebensklugheit schon die Zeitgenossen faszinierte.
Aufbau Verlag, 24,95 € Eintritt 5 € | ![]() |
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September 2009 | |
"Rosenkrieg
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Die Geschichte der zweiten großen Koalition ist die Geschichte einer Zwangsehe.
Sie ist geprägt von falschen Erwartungen, großen Enttäuschungen und dem
gequälten Mühen, sich doch auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen. Die
beiden Autoren, Journalisten der FAZ am Sonntag, haben mit den Protagonisten
gesprochen. Ein Resümee vor der Wahl.
Fackelträger Verlag, 16,95 € Eintritt 5 € | ![]() |
| vergangene Lesung
Samstag, 6. Juni um 11:00 Uhr | |
"Finitops und die Silbermine"
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„Vor langer, langer Zeit lebte in einem kleinen Dörfchen, direkt hinter den
wilden Wichtelbergen und nur unweit vom großen Beutelfluß das Mäusevölkchen in
Mäuseland. Wie? Ihr dachtet, die Mäuse leben alle nur in kleinen Löchern und
versteckt in der Scheune oder auf dem Feld? Nun, das ist heute so …“
Eintritt 2 € | ![]() |
Juni 2009 | |
"Herzzeit"
Es lesen die Schauspieler Ute Springer und Steffen Schroeder
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Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern
nach 1945 beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Bachmann studiert dort
Philosophie, für Paul Celan ist Wien eine Zwischenstation. Im Mai 1948 lernen
sie einander kennen, Ende Juni geht er nach Paris. Ihr Briefwechsel nach der
Trennung ist zuerst schütter, verläuft zögernd, dann setzt er sich fort in immer
neuen dramatischen Phasen. Jede dieser Phasen hat ihr eigenes Gesicht: ihren
besonderen Ton, ihre Themen, ihre Hoffnungen, ihre Dynamik, ihre eigene Form des
Schweigens.
Ende 1961 brechen das briefliche Gespräch und die persönlichen Begegnungen ab, als sich Celans psychische Krise auf dem Höhepunkt der 'Goll-Affäre' zuspitzt. Der Briefwechsel zwischen 1948 und 1961 (ein letzter Brief Celans datiert aus dem Juni 1967) ist ein bewegendes Zeugnis: zunächst als das Gespräch einer Liebe nach Auschwitz mit allen symptomatischen Störungen und Krisen aufgrund der so konträren Herkunft der beiden und ihrer schwer zu vereinbarenden Lebensentwürfe als Frau und als Mann und als Schreibende. Aber es ist auch ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung. Ergänzend zu den beinahe zweihundert Zeugnissen ihrer Korrespondenz wurden die Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Gisèle Celan-Lestrange sowie zwischen Paul Celan und Max Frisch in den Band aufgenommen. (Verlagstext Suhrkamp-Verlag) Eintritt 5€ | ![]() |
Mai 2009 | |
Dagmar von Gersdorff "Goethes Enkel" | |
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Die Erwartungen bei ihrer Geburt waren hoch. Doch ihre illustre Herkunft brachte
Walther, Wolfgang und Alma, den Kindern von Goethes Sohn August und dessen Frau
Ottilie, nicht nur Glück. Dagmar von Gersdorff verfolgt erstmals die Lebenswege
der Enkel, durch deren kluge Bestimmung Goethes Haus und seine Sammlungen bis
heute erhalten blieben.
(Verlagstext Suhrkamp-Verlag) Eintritt 5€ | ![]() |
April 2009 | |
Dieter Finke "Arbeiten" | |
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Gespräch mit Barbara Steiner, Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst
Leipzig.
Dieter Finke, der letzte Meisterschüler von Renée Sintenis, arbeitet seit den 1960er Jahren in Berlin und New York, seine Plastiken und Gemälde finden sich in vielen hiesigen Privatsammlungen. Die Ausstellung im Rahmen der Reihe Carte Blanche der GfZK Leipzig ist seine erste große Werkschau, die unter anderem durch die Mitwirkung des Sammlers Leon Janucek entstanden ist. Ein guter Anlass, um über die Konsequenzen dieser Form der Zusammenarbeit von Museen und privaten Förderern für die Entwicklung der Kunst und ihrer Institutionen zu reflektieren. | ![]() |
April 2009 | |
Harald Kretzschmar "Paradies der Begegnungen - der Künstlerort Kleinmachnow" | |
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Was hat das „Paradies der Begegnungen – der Künstlerort Kleinmachnow“ mit
Berlin–Zehlendorf zu tun?
Sehr viel. Erstens war Kleinmachnow jahrzehntelang sozusagen der noch grünere Vorposten des ohnehin schon grünen Zehlendorf. Am Anfang war diese Bürgersiedlung lediglich eine geografische Erweiterung von Zehlendorf. Zweitens zählte der Ort postalisch ohnehin als „Berlin-Zehlendorf 4“ und Berlin-Zehlendorf 9“ dazu – was die Illusion vieler Kleinmachnower nährte, Zehlendorfer zu sein. Prominenteste Beispiele waren Arnold Schönberg und Kurt Weill. Drittens gehörte rein personell eine große Anzahl Zehlendorfer zu den Erstbesiedlern des Nachbarortes – und viele kehrten während der dramatischen Zuspitzung der politischen Verhältnisse nach 1945 dorthin zurück. Viertens lief zwei Jahrzehnte über den auf Zehlendorfer Terrain liegenden S-Bahnhof Düppel-Kleinmachnow fast die gesamte Verkehrsanbindung des Ortes an die Groß–und Hauptstadt Berlin. Von der materiellen Versorgung ganz zu schweigen. Fünftens ist für viele Berliner Persönlichkeiten die Bedeutung des Künstlerortes Kleinmachnow im Kontext mit der Kulturmetropole Berlin bezeichnend gewesen. Eine Beziehung herüber und hinüber. Sechstens ist das alles nur an Einzelbeispielen lebendig darzustellen. Dazu dient am besten ein Vortrags- und Leseabend mit dem Autor des Buches und ein anschließendes Gespräch mit ihm. Zudem proträtiert der Karikaturist jeden, der sein Buch erwirbt! Eintritt 5 € | ![]() |
März 2009 | |
Grit Poppe "Anderswelt" | |
![]() Lesung für Dinosaurierfreunde ab 10 Jahren. Eintritt 3 € | ![]() |
Februar 2009 | |
Christian Brückner liest Brokeback Mountain | |
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Christian Brückner wird am Freitag, den 20. Februar, um 20 Uhr, bei uns
"Brokeback Mountain" von
Annie Proulx
lesen. Sein Sohn
Kai
untermalt das Programm mit der Gitarre.
Die Liebe zwischen den beiden Cowboys Jack und Ennis ist so überwältigend, wie die grandiose Landschaft um den Brokeback Mountain. Die Geschichte von zwei Männern, die sich ihre Verbundenheit nicht eingestehen wollen und können, Familien gründen und sich doch nie aus den Augen verlieren, hat in ihrer Filmversion von Ang Lee (Oscar für beste Regie) Millionen erreicht. Der Kinofassung lag eine Kurzgeschichte von Annie Proulx zugrunde, die Christian Brückner zu einer musikalisch umrahmten Hörfassung adaptiert hat. Christian Brückner geboren 1943 in Waldenburg/Schlesien. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Theaterwissenschaft Engagements an verschiedenen Theatern. Seit etwa 1970 kontinuierliche Arbeit in Hörspielen und Fernsehfeatures. Literaturlesungen für alle Sender der ARD und in der Öffentlichkeit. 1990 erhielt er den Grimme Preis in Gold. 2000 gründete er mit seiner Frau Waltraut den Hörbuchverlag "parlando". Die Karten kosten 12 Euro und sind ab sofort bei uns erhältlich. | ![]() |
















